bonprix setzt auf künstliche Intelligenz zur Preissteuerung

IN Price Optimization — 05 December, 2017

Im komplexen Modemarkt, der sich immer rasanter verändert und in dem die Kosten steigen, während die Margen sinken, kommen Einzelhändler nicht umhin, ihre internen Prozesse zu optimieren. bonprix löst dieses Problem mithilfe von Blue Yonder. Das Unternehmen steuert die Preise mit Blue Yonder Price Optimization in seinen internationalen Kernmärkten automatisiert und erzielt mithilfe der KI-Lösung Mehrwert für die gesamte Organisation.

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Wie das Modeunternehmen mit künstlicher Intelligenz (KI) Mehrwert schafft

Früher war bonprix Deutschland komplett für die internationale Preisgestaltung verantwortlich. Für jeden einzelnen Markt erfolgte über Preisumrechnungstabellen manuell die Auf- oder Abschlagskalkulation. Allerdings sind beispielsweise in Russland die Kunden viel preissensibler als in Deutschland, was in der manuellen Kalkulation nicht wirklich berücksichtigt werden konnte. Darüber hinaus war es praktisch unmöglich, auf die Veränderungen in den unterschiedlichen Märkten zeitnah zu reagieren und die Preise für jedes Produkt und jede Filiale schnell anzupassen.

Die Lösung

Inzwischen hat sich bonprix von starren Preisumrechnungstabellen verabschiedet. Das Modeunternehmen implementierte 2016 Blue Yonder Price Optimization in seinen internationalen Kernmärkten. Die Zielsetzung: eine flexible und effiziente Preisgestaltung, um wichtige KPIs wie Umsatz und Ertrag zu optimieren. Die KI-Lösung ermöglicht eine artikelbezogene Preissteuerung für die verschiedenen Märkte und Sortimente; das Preisniveau passt sich dynamisch dem definierten Geschäftsziel für das jeweilige Land und Sortiment an. 

Die dynamische Preisgestaltung wurde zuerst in den Niederlanden getestet und schließlich international ausgerollt. bonprix stellte zunächst das gesamte Sortiment (Damen-, Herren- und Kindermode) des russischen Marktes auf die KI-Lösung um. Im Anschluss wurde die Lösung so weiterentwickelt, dass bonprix heute auch einzelne Sortimente ansteuern und automatisiert bepreisen kann.

Auch die Bestände werden inzwischen in die Preisberechnungen mit einbezogen. So wird bei den Preisvorschlägen berücksichtigt, wie viel Ware noch auf Lager bzw. verfügbar ist. Während die Initialbepreisung weiterhin in der Verantwortung des Kreativeinkaufs liegt, erfolgt die untersaisonale Preissetzung heute mit Blue Yonder automatisch, ohne manuelle Eingriffe.

Zunehmend optimierte Ergebnisse durch Machine Learning 

Mit Blue Yonder Price Optimization erzielt bonprix einen höheren Artikelabsatz in den verschiedenen Ländern und steigert so das Gesamtergebnis. Alle KPIs, die das Versandunternehmen misst, haben sich im Zeitablauf positiv verändert.

Anfangs konnten in Russland nicht so viele Neukunden gewonnen werden wie gewünscht. Die Blue Yonder Lösung ermöglichte bonprix jedoch, genau die Sortimente gezielt anzusteuern und differenziert zu bepreisen, die sich für die Neukundenakquise besonders eigneten. Dagegen konzentrierte sich das Unternehmen bei den restlichen Sortimenten für Stammkunden eher auf margenstarke Produkte. Dadurch konnten beide KPIs – Neukundengewinnung und Ertrag – verbessert werden.

Anhand eines A/B-Tests, der in Russland über vier Monate durchgeführt wurde, ließ sich besonders gut beobachten, wie der Blue Yonder Algorithmus sich permanent selbst justiert und mit der Zeit immer besser wird – und das völlig ohne manuelle Eingriffe. Er stellt sich auf den jeweiligen Markt, die entsprechenden Sortimente und die Kundensituation ein. Schon nach kurzer Zeit zeigten sich Verbesserungen. So konnte die Anzahl der verkauften Artikel in Russland beispielsweise deutlich erhöht und der Umsatz gesteigert werden. Es ist zu erwarten, dass sich die Ergebnisse im Laufe der Zeit noch weiter verbessern werden.

„Mit Blue Yonder können wir jetzt sehr einfach und zentral von einem Tag auf den nächsten preisliche Anpassungen in einzelnen Märkten vornehmen. Das war vorher in dieser Schnelligkeit nicht möglich.“

Florian Rüffer, Senior Projektmanager Dynamic Pricing, bonprix

Schöner Nebeneffekt: Verbesserung der Datenqualität

Die Zusammenarbeit mit Blue Yonder liefert bonprix über die Preissetzung hinaus einen großen Datenschatz. Nirgends im Unternehmen liegen heute Daten so gut aufbereitet, strukturiert und in hoher Qualität vor wie im Bereich Pricing. Dadurch ergeben sich für bonprix über das Projekt hinaus viele weitere Auswertungsmöglichkeiten, beispielsweise um Kreuzpreiselastizitäten zu berechnen oder um die Auswirkung der Preisänderung eines Artikels auf den Absatz eines anderen Artikels festzustellen. Auch andere Zusammenhänge wie zum Beispiel Mitnahmeeffekte lassen sich erkennen und das preisbezogene Verhalten der Kunden lässt sich besser verstehen. Alle diese Erkenntnisse helfen bonprix, seine Angebote noch individueller am Kunden auszurichten.

Wenn Sie wissen möchten, wie Sie Ihre Preise optimieren können, dann finden Sie hier noch weitere Informationen. 

 

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